WIM03: Rückblick und Analyse
Fernstudium June 2nd, 2011Nach dem Modul ist vor dem Modul und nach dem zähen, sehr eintönigen Modul WIM03: Differentialrechnung freue ich mich natürlich besonders auf BWL04: Marketingmanagement.
Bevor ich aber mit Schwung in das neue Modul starte, möchte ich zunächst einen Rückblick wagen und versuchen zu analysieren, warum a) mir das Modul so schwergefallen ist und b) ich so viel Zeit dafür aufwenden musste.
Es hilft jetzt nichts zu sagen „Das ist halt Mathe und liegt mir nicht. Hauptsache, es ist vorbei.“, denn ich habe noch einige Mathematik-lastige Module vor mir: WIM02: Finanzmathematik, STA02: Einfache Anwendungen der Statistik, BWL06: Investition, BWL07: Finanzierung und natürlich VWL01: Volkswirtschaftstheorie sowie VWL02: Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Ich möchte es vermeiden die selben Fehler wieder zu machen: noch mehr Verzögerungen im Studium kann ich mir einfach nicht mehr erlauben.
Meine ursprüngliche Planung hat vorgesehen, dass ich mit Ende meines Weihnachtsurlaubs, am 3.12., mit WIM03 beginnen und es am 29.1. abschließen sollte. Im Januar war jedoch meine Arbeitsbelastung so außerordentlich hoch, das ich in diesem Zeitraum nur auf einen Workload von drei Stunden kam. In KW5 bis KW13 konnte ich meinen Workload zwar steigern, allerdings habe ich auch in diesem Zeitraum nur 7,2 Stunden im Schnitt aufwenden können. Ich war in zwei Wochen erkältet und musste Zwangspausen einlegen und zudem hatte ich zwei Wochen Urlaub, um mich von der enormen Belastung der letzten drei Monate zu erholen.
Von KW13 bis 21 ging es dann endlich mit Volldampf voran: ich habe in diesem Zeitraum einen durchschnittlichen wöchentlichen Workload von 13 Stunden hingelegt.
Insgesamt ergibt das einen Lernaufwand von 181 Stunden. Laut Modulkatalog sollten Studenten mit 97,5 Stunden rechnen.
Faktoren für die Verzögerung
Faktor 1: zu wenig reservierte Lernzeit. Grund: Ich hatte mir zwar vorgenommen an den Wochenenden mindestens fünf Stunden zu lernen, dieses Wert aber nie erreicht. Mit der Umstellung auf das neue System, mit dem ich die 15 Stunden an Werktagen unterbringe, konnte ich mehr Lernzeit erreichen.
Faktor 2: Für mathematische Themen muss ich offenbar einen persönlichen Faktor einkalkulieren und diesen mit der Empfehlung der AKAD multiplizieren. Ich hoffe natürlich, dass das Modul mich so weit fit gemacht hat, dass ich beim nächsten Modul dieser Art nicht wieder einen Faktor von ungefähr 2,0 einplanen muss, aber so 1,5 sollte es schon sein.
Faktor 3: nachdem erste Ziele nicht erreicht wurden, habe ich mir keine neuen Ziele mehr gesetzt. Nachdem ich das Seminar verschoben hatte, habe ich diese Gelegenheit nicht genutzt, um meine Planung zu erneuern und mir neue Ziele zu setzen. Erst als ich mir — zwei Wochen vor der Prüfung — „jetzt oder nie“ gesagt hatte, habe ich damit begonnen.
Faktor 4: Das ist der schwierigste Punkt. Es hat sehr lange gedauert, bis ich den Inhalt so verinnerlicht hatte, dass es „rund lief“. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte mich eine schwierige Aufgabe komplett ausbremsen. Erst kurz vor der Prüfung konnte ich alle Aufgaben lösen.
Learnings
Ich werde künftig genauer planen und diese Planung auch aktualisieren, wenn sie nicht mehr realistisch ist. Für jede Woche und jeden Lernmorgen möchte ich ein verpflichtendes Ziel vor Augen haben. Für Krankheit oder andere Gründe werde ich mehr Pufferzeiten einplanen. Meine Zeitmessung muss detaillierter werden. Bei mathematischen Themen werde ich künftig verstärkt andere Quellen als die AKAD-Lerneinheiten nutzen. Neben www.mathe-online.de und www.oberprima.de werde ich mir dann gezielt Quellen für Statistik und Finanzmathematik suchen.
Nachtrag
Die investierte Zeit hat sich übrigens ausgezahlt, denn ich hab mit einer 1,3 bestanden!

